Bei MS gut für sich selbst sorgen

Menschen mit Multipler Sklerose können viel für eine bessere Lebensqualität tun

Menschen mit Multipler Sklerose können viel für eine bessere Lebensqualität tun

(djd). Multiple Sklerose ist zwar nicht heilbar, aber dank moderner Medikamente heutzutage meist gut behandelbar. So können Betroffene oft ein weitgehend normales Leben führen. Trotzdem kann die moderne Medizin nicht zaubern. Für einen möglichst positiven Krankheitsverlauf muss der Patient auch selbst Verantwortung übernehmen. Dazu gehört zum Beispiel, die Medikamente konsequent einzunehmen, die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt zu verändern oder abzubrechen und Symptome effektiv zu bekämpfen, etwa durch Krankengymnastik oder andere Maßnahmen. Zusätzlich können Betroffene mit einem gesunden Lebensstil, regelmäßiger Bewegung und der Reduzierung von Stress gut für sich sorgen.

Sport verbessert die Lebensqualität

Sport und Bewegung ist ein besonders wichtiger Faktor. Während MS-Erkrankten früher Schonung und sogar Bettruhe verordnet wurde, haben mittlerweile verschiedene Studien gezeigt, dass Sport den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst und die Lebensqualität steigert. Denn körperliche Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit und Gleichgewicht, die beim Sporteln ausgeschütteten Glückshormone mildern zudem Fatigue und Depressionen. Geeignete Bewegungsübungen gibt es zum Beispiel in jeder Ausgabe der Zeitschrift „MS persönlich“ oder unter www.ms-persoenlich.de. Ansonsten können MS-Kranke praktisch jede Sportart ausüben – Hauptsache, sie macht Spaß und man „bleibt dran“. Natürlich müssen mögliche körperliche Einschränkungen berücksichtigt werden. So können Gleichgewichtsstörungen, Spastiken oder Gangunsicherheiten etwa beim Radfahren, Joggen oder Mannschaftssport behindern, während Schwimmen oder das Training an Geräten besser möglich sind.

Stress abbauen mit Entspannungstechniken

Körperliche Aktivität wirkt außerdem stressreduzierend, was für MS-Betroffene ebenfalls von Vorteil ist. Denn Studien – etwa an der Charité in Berlin – weisen darauf hin, dass Stress und psychische Belastungen das Fortschreiten der MS beschleunigen. Zu einer guten Selbstfürsorge gehört es deshalb auch, Überforderung und Belastungen möglichst zu vermeiden, gute Sozialkontakte zu pflegen und regelmäßig etwas für die Seele zu tun. Das Erlernen einer Entspannungstechnik wie Yoga, Qi Gong, Autogenes Training oder Meditation ist sehr empfehlenswert. Denn wer sich gezielt entspannen kann, erlebt Selbstwirksamkeit, wird gelassener und kann die Selbstheilungskräfte seines Organismus fördern.

Auf gesunde Ernährung achten

(djd). Eine spezielle MS-Diät gibt es nicht, wie Experten betonen. Patienten sollten aber besonders auf eine ausgewogene, kalorienangepasste Ernährung achten, die den Körper mit allem Notwendigen versorgt und Übergewicht vermeiden hilft. Denn allzu viele Pfunde sind sowohl dem Allgemeinbefinden als auch der Mobilität abträglich. Frisch zubereitete Kost ohne übermäßig viel Fett, Fleisch und Zucker gilt als günstig – mehr dazu auch unter www.ms-persoenlich.de. Dazu sollte reichlich getrunken werden, mindestens anderthalb bis zwei Liter pro Tag, am besten in Form von Wasser, Saftschorlen und ungesüßten Tees.

Bildergalerie:


Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
Stress kann sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Gute Sozialkontakte, schöne Erlebnisse und Entspannungstechniken wirken dem entgegen.
Foto: djd/Sanofi/Getty

— Bildunterschrift für Bild 2 —
Öfter mal die Sportschuhe schnüren: Regelmäßige Bewegung kann die Lebensqualität deutlich verbessern.
Foto: djd/Sanofi-Aventis Deutschland GmbH