Besser hören, besser leben

Untersuchungen zeigen die gravierenden Folgen von unerkannten Hörminderungen

Untersuchungen zeigen die gravierenden Folgen von unerkannten Hörminderungen

(djd). Jeder, der schon einmal heftig erkältet war weiß, wie unangenehm es ist, wenn das Gehör nicht richtig mitspielt. Man fühlt sich „abgeschnitten“ von seinen Mitmenschen und versteht buchstäblich die Welt nicht mehr. So unterschiedlich die Ursachen für eine Hörminderung sind, eines haben sie gemeinsam: Sie schränken die Lebensqualität in vielen Bereichen ein und ziehen oft weitere Beeinträchtigungen nach sich – je nachdem, in welchem Alter sie erstmals auftreten.

Bei Kleinkindern:
Eine verzögerte Sprachentwicklung kann ein Anzeichen dafür sein, dass das Hörvermögen nicht in Ordnung ist. Häufig sind Fehler bei der Aussprache von „S“ und „Sch“. „Diese Laute werden in einer hohen Frequenz gesprochen und erfordern ein gutes Hörvermögen“, erklärt Marco Faltus, Leiter der Abteilung Audiologie des Schweizer Hörgeräte-Herstellers Phonak. Gut zu wissen: Häufig sind wiederkehrende Erkältungen oder auch ein Pfropf aus Ohrenschmalz die Ursache für Hörminderungen bei Kindern. Dann sind regelmäßige Kontrollen beim HNO-Arzt sinnvoll.

Bei Schulkindern & Teenies:
Kinder, die nicht gut hören, stehen in der Schule vor einer Reihe von Herausforderungen. Sie müssen sich extrem anstrengen, um Lehrer und Mitschüler zu verstehen. Untersuchungen zeigen, dass das Konzentrationsvermögen massiv darunter leiden kann. Kopfschmerzen, Unruhe, Aggressivität oder Rückzug gehören zu den Folgen. Zusätzlich leidet das Selbstbewusstsein unter den schlechten Noten. Gut zu wissen: Die wichtigste Ursache für Hörminderungen bei Teenagern ist die Dauerbeschallung über Kopfhörer. Maximal 15 Minuten am Stück in Zimmerlautstärke sollten ausreichen.

Erwachsene:
Hier fallen die Probleme häufig im Joballtag auf. Konferenzen, Telefonate oder Kundengespräche kosten viel Energie, die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Ursächlich für Hörminderungen sind in diesem Alter häufig hohe Lärmbelastung, Stress oder auch Erkrankungen des Nervensystems. Gut zu wissen: Umfragen zeigen, dass Hörhilfen vor allem im beruflichen Umfeld kaum noch als Handicap gelten. Eine nicht versorgte Hörminderung bewerten Kollegen dagegen eher negativ.

Senioren:
Schwerhörigkeit kann die Lebensqualität im Alter erheblich einschränken. Betroffene ziehen sich häufig zurück, wenn sie nicht mehr mitreden können. Zu den möglichen Folgen gehören auch psychische Verstimmungen bis hin zu Depressionen. Gut zu wissen: Selbst eine länger bestehende Hörminderung lässt sich meist zuverlässig ausgleichen. Hörgeräte, die ohne Batteriewechsel auskommen, sind für ältere Menschen optimal. Mehr zum Thema sowie einen Online-Hörtest gibt es auch unter www.phonak.de.

Je früher, desto besser

(djd). Bereits bei Neugeborenen gehört das sogenannte Hörscreening zur Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Denn je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto besser lässt sie sich in der Regel behandeln. Der kurze Test prüft schmerzfrei und präzise, ob die Sinneszellen im Ohr auf akustische Reize reagieren. Häufig können angeborene Hörminderungen operativ oder auch mit Hörgeräten behoben werden. Diese können schon bei vier Wochen alten Babys zum Einsatz kommen. Weitere Informationen gibt es unter www.phonak.de.

Bildergalerie:


Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
Hörminderungen können in jedem Alter auftreten. Doch immer gilt: Je eher sie erkannt werden, desto besser lassen sie sich ausgleichen.
Foto: djd/Phonak

— Bildunterschrift für Bild 2 —
Telefonieren im Freien – eine Herausforderung, wenn das Gehör beeinträchtigt ist.
Foto: djd/Phonak/Getty Images/Yuri Arcurs

— Bildunterschrift für Bild 3 —
Bei Kindern sind Hörminderungen oft die Folge von Infektionskrankheiten wie Erkältungen und Mittelohrentzündungen.
Foto: djd/Phonak/Getty Images/Neustockimages

— Bildunterschrift für Bild 4 —
Musik über Kopfhörer – die Dauerbeschallung gilt als einer der häufigsten Auslöser für Hörminderungen bei Teenagern.
Foto: djd/Phonak/thx

— Bildunterschrift für Bild 5 —
Ganz Ohr sein – für die Lebensqualität ist gutes Hören ein entscheidender Faktor.
Foto: djd/Phonak/Getty Images/Eyecandy Images

— Bildunterschrift für Bild 6 —
Schon ab 40 – mitten im Berufsleben – können Hörprobleme auftreten.
Foto: djd/Phonak

— Bildunterschrift für Bild 7 —
Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, dass eine Hörminderung versorgt wird, damit sie aktiv am Leben teilhaben können.
Foto: djd/Phonak