Der Weg in die Alkoholunabhängigkeit

Unser „5 – 7 Tage Intensivtherapie & Coaching“ der Alkoholbewältigung mit unseren Konzeptinhalten und Techniken ist einzigartig und sehr erfolgreich.

Der Leidensdruck von alkoholabhängigen Personen ein alkoholfreies Leben führen zu wollen ist sehr hoch. Die Betroffenen fallen oft nach einer Therapie in ihre alten Verhaltensmuster zurück. Herr Alexander Nowarra bietet eine psychologisch lösungsorientierte Kurzzeittherapie an, die sich der Alkoholbewältigung mit erfolgreichen Konzeptinhalten und Techniken stellt.

Herr Nowarra, Sie gehen neue Wege in der Alkoholtherapie, was ist der maßgebliche Unterschied zur konventionellen Behandlung?

In der klassischen Suchttherapie muss sich jeder Betroffene die Frage stellen, ob es sich lohnt all die Strapazen von Entzug und Therapie auf sich zu nehmen, wenn die Rückfallquote, über einen längeren Zeitraum betrachtet, extrem hoch ist? Besser wäre es doch, wenn eine Therapiemethode die Folgen der Abhängigkeit nicht nur zeitweilig aussetzt, sondern eine echte Heilung in Aussicht stellt. Dazu ist es zunächst einmal erforderlich, dass man eine „Heilung“ überhaupt für möglich hält. Doch was bedeutet Heilung? Einem Dogma folgend nie wieder einen Tropfen Alkohol anzurühren? Ich selbst glaube das nicht. Aus meiner Überzeugung kann man von Heilung sprechen, wenn ein Betroffener ohne äußeren Druck aus freien Stücken ein alkoholfreies Leben wählt oder aber, wenn er zu einem moderaten Alkoholkonsum (z.B. 2 Gläser pro Woche) zurückkehren konnte, ohne die Angst zu verspüren in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.
Daher sollte ich vielleicht die wichtigste Aussage hier gleich vorwegnehmen: Um dem Alkoholproblem ein Ende zu bereiten, muss die betroffene Person weder zwangsläufig abstinent leben, noch braucht sie sich die Abstinenz überhaupt zum Ziel zu setzen. Ich bin sogar vom Gegenteil überzeugt, nämlich davon, dass eine tatsächliche Heilung von der Alkoholabhängigkeit nur in Gegenwart von Alkohol möglich ist, d.h. nur, wenn nach wie vor alkoholische Getränke getrunken werden dürfen, dies allerdings in „adäquater“ Weise. Dabei bedarf es meiner Ansicht nach weder spezieller manipulativer Techniken noch neuartigen Produkten der Pharmaindustrie, sondern es bedarf einer leicht anwendbaren Methode, welche sich einerseits an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Betroffenen orientiert und andererseits das Wesen dieser Suchterkrankung in Ihrem Kern verstanden hat.
So verzichten wir komplett auf Gruppentherapie. Das ist nur peinlich und bringt nichts. Stattdessen haben wir täglich nur Einzelgespräche, indem auch der Lebenspartner mit einbezogen ist. Die Qualität dieser Einzelsitzungen wird dadurch verstärkt, dass keine weiteren Gäste anwesend sind, sondern immer nur EIN Betroffener, auf dessen Lösung wir uns zu 100% konzentrieren.
Hier geht es um eine Therapiemethode, die sich viel enger an den Möglichkeiten der Betroffenen orientiert. Neben der „Niedrigschwelligkeit“, die den Einstieg in die Therapie erleichtern soll, ist die „Nachhaltigkeit“ eines der wichtigsten Kriterien.
Die Abstinenz ist nicht unser Ziel ist, sondern das Erlernen eines moderaten Umgangs mit dem Alkohol. Also das Trinken als ein über Jahre angelerntes Verhalten so zu „verlernen“ und so zu verändern, dass es nicht mehr zu Irritationen im normalen Leben führt wie z.B. in der Beziehung. Der Alkohol also nachhaltig nicht mehr das Leben bestimmt.

Das funktioniert, weil wir Frühintervention betreiben. Bedeutet, unsere Klienten haben ein Trinkproblem welches zu Irritationen im normalen Leben führt aber noch nicht von einer Alkoholabhängigkeit im klassischen Sinne gesprochen werden kann. Für diese Gruppe gibt es im deutschem Suchthilfesystem kein Angebot. Sie bekommen erst Unterstützung wenn die Abhängigkeit greift, also das Kind im Brunnen gefallen ist. Das ist doch irrsinnig. Wenn früher eingegriffen wird, also ab dann, wenn die Probleme anfangen sich abzuzeichnen, können die Lösungswege ganz anders, einfacher umsetzbar und damit auch viel effizienter sein.

Ihr Therapieeinstieg sieht einen 5-7tägigen „Intensiv-Workshop“ vor. Welche positiven Veränderungen können die Betroffenen aus dieser Zeit mitnehmen?

Als erstes die Information, dass sie ein lösbares Trinkproblem haben aber noch nicht abhängig sind. Klingt provokativ, aber genau so ist es. Die meisten Betroffenen haben ein Trinkproblem mit individuellen negativen Auswirkungen auf ihren Alltag, sind aber noch nicht abhängig. Sie werden es definitiv wenn sie so weiter machen, aber unsere Klienten sind es noch nicht. Zumindest ist das unsere Zielgruppe.
Denn diese Betroffene spüren innerlich, dass Entgiftung, zwanghafte Gruppentherapie, einmal in der Woche ein Gespräch mit dem Psychologen und die nächsten 40 Jahre nie wieder Alkohol, nicht das Richtige für sie ist. In unzähligen Selbstversuchen scheitern ihre Bemühungen vom Alkohol wegzukommen. Begleitet von der Angst, irgendwann in die totale Abhängigkeit zu fallen von der es angeblich kein Zurück mehr gibt. Doch wo sollen diese Betroffenen hin? Um genau diese „kommende“ Abhängigkeit zu vermeiden, kommen sie zu uns.
Wir erarbeiten dann gemeinsam einen „individuellen“ Lösungsweg in die Normalität zurück. Das ist nicht so schwer wie man es sich vorstellt, im Gegenteil. Dabei geht es wie gesagt nicht um Ziele wie Abstinenz, sondern um ein Leben mit einem normalen moderaten Umgang mit Alkohol. Wichtig dabei ist, wenn der Alkohol geht, muss was anderes dafür kommen. Diese Ziele müssen erarbeitet werden und das machen wir gemeinsam mit dem Lebenspartner. Das ist sehr effizient und nachhaltig.
Zusätzlich wird ein Trinkkonzept dem Betroffenen vermittelt, dass ihn hilft das Trinken gezielt unter Kontrolle zu bekommen. Wenn die Kontrolle wieder erlernt worden ist, ist der Weg in die Abstinenz nur noch ein kleiner und freiwillig. Erst wenn man gelernt hat den Alkohol zu kontrollieren, kann eine Abstinenz gelingen.

Wieso binden Sie die Familien der Betroffenen mit in die Behandlung ein?

Ich erachte es als absolut wichtig, dass der Lebenspartner während der ganzen Zeit aktiv mit dabei ist in den Gesprächen. Bei uns geht es nicht nur um Eigenwahrnehmung des Betroffenen, sondern auch um die Fremdwahrnehmung des Lebenspartners, welche zur Lösungsfindung immer sehr viel beigetragen hat. Und es geht auch um das erarbeiten gemeinsamer Ziele und Zukunftsaussichten, in denen der Alkohol seine Macht verloren hat. Da jedes „Trinkproblem“ in seiner Dynamik individuell ist, kann auch die Lösung individuell nur innerhalb der Familiendynamik umgesetzt werden. Also an den Fähigkeiten und Möglichkeiten des Betroffenen UND seines Lebenspartners orientiert und abgestimmt. So kann therapeutisch hier ganz anders gearbeitet werden, nämlich effektiv und nachhaltig. Ebenfalls braucht auch der Partner eine gewisse Unterstützung, „Co-Heilung“, die wir gerne geben. Für uns ist der Lebenspartner immer auch ein Teil der Lösung, die wir nur mit ihm auch einarbeiten können. Und haben die Lebenspartner nicht auch Hilfe und eine gesunde Lösung verdient?
Der Aufenthalt bei uns, kann und soll auch für Angehörige eine ermutigende und Hoffnung bildende Lösung sein, an deren Schluss ein neuer Anfang stehen kann.

Eine Alkoholtherapie wollen viele Betroffene ihrem Umfeld gegenüber verbergen. Ist es möglich diese Therapieform nach dem Workshop auch berufsbegleitend zu machen?

Aber ja. Unsere Lösungen werden dem Alltag des Betroffenen angepasst und individuell erarbeitet. Dazu gehört auch der Arbeitsalltag. Unser Trinkkonzept wird so abgestimmt auf die Bedürfnisse des Betroffenen, dass sie auch in einer „Trinksituation“ mit Arbeitskollegen oder Situationen mit Freunden gut überstehen. Unser Ziel, in ein normales Trinken zurück zu kommen, wird nie aus den Augen gelassen. Daher ist es nicht notwendig sich seinem Umfeld zu outen oder sich dem zu entziehen. Im Gegenteil. Viele Betroffene versuchen gerade solche Situationen zu vermeiden, um sich der Peinlichkeit nicht aussetzen zu müssen. Das Resultat ist der soziale Rückzug, welches wiederum zu neuen psychischen Problemen führt. Den Alkoholmissbrauch einzutauschen gegen Depression oder Vereinsamung ist doch keine gesunde Lösung. Daher ist dieser Aspekt ein wichtiger Bestandteil unserer Gespräche.

Wie lange dauert in der Regel die Therapie und was für unterstützende Maßnahmen bieten Sie danach an?

5 bis 7 Tage reichen aus, um mit einer gezielten Kurzzeittherapie den Lösungsweg individuell zu erarbeiten. Umgesetzt wird es jedoch, wenn man zurück in seinen Alltag kommt. Daher wird Nachsorge bei uns großgeschrieben. Das bedeutet, dass wir nach der Therapie in ständigen Kontakt bleiben, sowohl mit dem Betroffenen als auch mit dem Angehörigen. Diese Nachbetreuung ist zeitlich nicht begrenzt und wir wünschen diesen Kontakt ausdrücklich. Auch darin unterscheiden wir uns von anderen Anbietern. Wir haben die positive Erfahrung gemacht, dass durch diese direkte Nachbetreuung der Erfolg in unserem Konzept abgerundet und gefestigt wird.

Lassen Sie mich bitte zum Schluss noch eine kurze Botschaft setzen. Viele Betroffene wagen sich nicht in die Alkoholtherapie, weil sie wissen, dass mit dem Abstinenzzwang der endgültige Abschied vom Alkohol unumgänglich ist. Die Vorstellung nie wieder etwas trinken zu dürfen löst meistens eine wahnsinnige Angst und Wehmut beim Betroffenen aus und sie würden sonst was dafür geben, wenn sie die tröstende Aussicht hätten, wenigstens hin und wieder noch Alkohol in adäquater Menge trinken zu dürfen. Es fehlt die Alternative.
Wir bieten diese Alternative als moderne Alkoholtherapie für Betroffene mit einem Alkoholproblem. Sie ist losgelöst von veralteten Sichtweisen, Definitionen und Voraussetzungen. Es ist eine effektive Alkoholtherapie, die schnell greift, erfolgreich ins „normale“ Trinken zurückführen und das Leben des Betroffenen und Co- Betroffenen wieder in die Normalität führen kann.

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Intensivtherapie & Coaching
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