Diabetes nicht einfach hinnehmen


Eine 3-Schritte-Strategie kann helfen, den Blutzucker in den Griff zu bekommen

(djd). Diabetes ist weiterhin auf dem Vormarsch. In Deutschland hat sich die Zahl der Betroffenen seit dem Jahr 2000 um zirka 40 Prozent erhöht, was vor allem auf die Ausbreitung des Typ-2-Diabetes zurückzuführen ist. Zurzeit sind rund sechs Millionen Menschen erkrankt, weitere ein bis zwei Millionen haben Diabetes, ohne es zu wissen. Neben den einzelnen Schicksalen steht hinter diesen Zahlen auch eine enorme finanzielle Belastung: So fielen auf Basis von AOK-Zahlen aus dem Jahr 2009 jährliche Behandlungskosten von 21 Milliarden Euro an.

HbA1c-Wert hilft, das Risiko für Folgeschäden einzuschätzen

Bleibt Diabetes unbemerkt oder wird durch die Behandlung keine gute Einstellung des Blutzuckers erreicht, kann es zu schweren Folgeerkrankungen kommen. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nerven-, Augen- und Nierenschäden sowie der diabetische Fuß. Bei der Kontrolle der Werte ist neben dem Nüchternblutzucker vor allem der HbA1c-Wert von Bedeutung. Dieser so genannte Langzeitzuckerwert gibt den Prozentsatz des „verzuckerten“ roten Blutfarbstoffs Hämoglobin an, der wiederum die Blutzuckerwerte der letzten acht bis zwölf Wochen wiederspiegelt. Damit dient der HbA1c-Wert der Langzeitkontrolle und zur Einschätzung des Risikos für Folgeschäden. Eine einfache 3-Schritte-Strategie kann helfen, ihn in Schach zu halten: Der Typ-2-Diabetiker fragt den Arzt nach seinem HbA1c-Wert, anschließend vereinbaren Arzt und Patient einen persönlichen, individuellen Zielwert, der dann regelmäßig überprüft wird.
Zur Senkung des HbA1c-Wertes werden zunächst Lebensstiländerungen angestrebt, insbesondere eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung – Tipps dazu finden sich unter www.diabetes-behandeln.de. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird üblicherweise eine medikamentöse Behandlung eingeleitet. Dabei kommt zunächst Metformin zum Einsatz. Wird dieses nicht vertragen oder ist die Wirkung unzureichend, können zum Beispiel DPP-4-Hemmer wie Sitagliptin allein oder zusätzlich verordnet werden. Wenn der Zielwert mit diesen Medikamenten nicht erreicht wird, kann Insulin zum Einsatz kommen.

Individuelle Zielsetzungen

Die Vorgaben hinsichtlich Lebensstil, Gewicht, Glucose-Zielwert und anderen Parametern hängen unter anderem von Alter, Gesundheitszustand und auch von den Neigungen des einzelnen Patienten ab. Denn es ist entscheidend, dass dieser alle ärztlichen Empfehlungen im Alltag gut umsetzen kann. Nur so ist ein langfristiger Erfolg möglich. Mehr zum Thema Diabetes unter www.diabetes-behandeln.de.

Typ-2-Diabetes frühzeitig erkennen

Diabetes Typ 2 entwickelt sich oft schleichend und kann lange unbemerkt bleiben. Folgende Symptome können auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen:

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Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes. Regelmäßige Bewegung gehört zur Basistherapie.
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Eine gesunde Ernährung kann helfen, den Langzeitblutzuckerwert zu senken.
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