Es wird Zeit für gesunden Schlaf!

Gehen Sie Ihrer Schlafstörung auf den Grund! Interview mit dem erfahrenen Schlafmediziner Dr. Riccardo Stoohs.

Gehen Sie Ihrer Schlafstörung auf den Grund!

Somnolab, die Privatklinik für Schlaftherapie, beschäftigt sich mit Ihrer Schlafgesundheit. Mit modernsten diagnostischen Verfahren, den führender Experten in der Schlafmedizin Dr. med. Riccardo Stoohs, Professor an der Standford University, und Dr. med. Hans-Christian Blum, führender Experte in der Pneumologie und Allergologie, wird genauestens danach gesucht, was Sie nicht ein- bzw. durchschlafen lässt.

Dr. Stoohs, Gründer und Leiter von Somnolab, berichtet dem Gesundheitsboten NRW, wie man Schlafstörungen am besten auf den Grund geht.

Herr Dr. Stoohs ein Großteil der Bevölkerung bekommt keinen oder nur ungenügend gesunden Schlaft. Wann sollte man ein Schlaflabor zur Ursachenforschung aufsuchen?

In der Regel äußern sich Schlafstörungen entweder durch ungewohnte oder störende Phänomene während des Schlafes oder am Tage. So kann es sein, dass man auf einmal eine Einschlaf- oder Durchschlafstörung entwickelt. Man sollte nicht zu lange warten, da eine solche Störung chronisch werden kann und sie dann schwieriger zu behandeln ist, als wenn sie neu aufgetreten wäre. Als Faustformel gilt, wenn die Störung länger als 4 Wochen besteht, sollte man einen Schlafmediziner aufsuchen. Der entscheidet dann, ob eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig ist, um die Ursachen zu ergründen.

Der Begriff Schlaflabor löst bei vielen ein ungutes Gefühl aus. Wie finden Ihre Patienten in der ungewohnten Umgebung einen erholsamen Schlaf, ohne dass sie sich beobachtet fühlen, oder von der Technik gestört?

Die Frage ist berechtigt. „Labor“, was für ein technisches Wort. Man hat gleich die Assoziation dass etwas in steriler Umgebung untersucht werden soll. Bei uns sollen die Patienten gar nicht erst das Gefühl haben, dass die Umgebung so anders ist als wie in einem Hotel im Urlaub. Leider gibt es noch viele Schlaflabore im Krankenhaus mit der entsprechenden Atmosphäre. Unsere Schlaflabore sind wie ein Hotel ausgestattet und machen denselben entspannten Eindruck. Denn Entspannung ist ein wesentlicher Faktor, damit Schlaf überhaupt passieren kann. So ist es dann auch, dass Patienten oft berichten, dass sie im „Schlaflabor“ besser geschlafen haben als zuhause. Das kann daran liegen, dass die gewohnte häusliche Umgebung und den sich darin befindlichen Anforderungen eine Entspannung verhindern. Dennoch ist es so, dass es Menschen gibt, die in einem anderen Bett nicht so gut schlafen können. Daher besteht die Erstuntersuchung aus 2 aufeinander folgenden Nächten im Schlaflabor. 99% der Menschen, die in der ersten Nacht Schwierigkeiten in der ungewohnten Atmosphäre hatten, finden dann in der 2. Nacht ihren gewohnten Schlaf.

Welche Ursachen für die Schlafstörung können Sie durch die Überwachung erkennen?

Während der Untersuchung im Schlaf werden verschieden Körperfunktionen gemessen. Vereinfacht ausgedrückt: Es wird die Hirnaktivität gemessen, die Rückschlüsse über den Einschlafzeitpunkt und die Schlaftiefe sowie Unterbrechungen während des Schlafes zulassen. Daneben, werden Herz-Kreislauffunktionen wie die Atmung und das Herz, sowie die Muskelaktivität gemessen. Sehen wir in diesen gemessenen Parametern während der Nacht Veränderungen, so erlauben diese uns Rückschlüsse auf die Ursachen, die zu diesen Veränderungen führen zu schließen. Wir können dann die Ursachen gezielt behandeln, statt nur der Symptome. Beispiel: jemand hat Schwierigkeiten mit dem Durchschlafen, wacht nachts oft auf und hat Probleme wieder Einschlafen zu können. Ist es nicht besser, die Ursache dafür zu erkennen und diese gezielt zu behandeln, statt einfach nur ein Schlafmittel zu verschreiben, von dem man abhängig werden kann, ohne dass die Ursache dafür beseitigt wurde?

Wann bekommt der Patient die Auswertung und wie sieht die Weiterbehandlung aus?

Ich bespreche mit den Patienten bereits nach der zweiten Untersuchungsnacht persönlich die Ergebnisse. Dazu lasse ich sie in die Aufzeichnungen, die während der Nacht gemacht wurden mit hereinschauen. Dies unter Vorbehalt bis die formalen Auswertungen der Untersuchung bei mir angekommen sind. Das dauert meist 2 Tage. Mit den genauen Werten verfasse ich dann für die Patienten und / oder den überweisenden Arzt oder die Hausärztin einen detaillierten Bericht mit den Ergebnissen und meinen Empfehlungen für eine ursachenorientierte Behandlung.

Was sollte jeder grundsätzlich einhalten, um ausreichend und erholend zu schlafen?

Diese Frage ist recht einfach:

  1. Regelmäßige Bettzeiten (Licht aus/Licht an), die weniger als 30 Minuten von Tag zu Tag abweichen sollten.
  2. Im Durchschnitt ca. 8 Stunden Schlaf pro Tag. Kommt man dann auf weniger als 8h/Tag in der Woche, die Differenz durch mehr Schlaf am Wochenende ausgleichen. I.d.R. durch länger schlafen, nicht durch verfrühtes Insbettgehen.
  3. Ca. 1-2 Stunden vor dem Schlafengehen kein grelles Licht.
  4. Wer Ein- und/oder Durchschlafprobleme hat, sollte stimulierende Substanzen meiden: Koffein, Nikotin. Zu den hinderlichen Substanzen zählt in diesem Fall auch Alkohol, obwohl dieser nicht stimulierend wirkt, dies allerdings wird, wenn er abgebaut wird. Ca. 6 Stunden nach dem Genuss.
  5. Bei Ein- und/oder Durchschlafproblemen Mittagsschlaf meiden, auch wenn man müde ist. Dabei aber immer bedenken, dass man unter Müdigkeit keine Tätigkeiten verrichten sollte, die Aufmerksamkeit erfordern (beispielsweise Autofahren).
  6. Korrekte Temperierung des Schlafzimmers. Definitiv nicht zu warm. Ca. 18 Grad C oder weniger.
  7. Verdunkelung der Schlafumgebung. Dichte Jalousien oder Vorhänge vor den Fenstern.
  8. Geräuscharme Kulisse. Dafür sorgen, dass Geräusche möglichst nicht ins Schlafzimmer eindringen können.
  9. Wenn man während der Nacht aufwacht und Schwierigkeiten hat, wieder einzuschlafen, aufstehen. Sich dafür aber ca. 30-45 Minuten, nach Gefühl, im Bett Zeit lassen. Nicht dauernd auf die Uhr schauen. Dann nach dem Aufstehen entspannende Tätigkeiten verrichten (wenig Licht aussetzen) und erst dann wieder in Bett gehen, wenn man den Eindruck hat, wieder genügend müde zu sein.
  10. Das Smartphone möglichst nicht in Reichweite des Bettes parken.
  11. Ca. 1-2 h vor dem Schlafengehen keine Bildschirmarbeit betreiben. Und auf gar keinen Fall während der Nacht. Das vom Bildschirm (Tablet, PC, Handy) ausgestrahlte Licht bringt die innere Uhr durcheinander. Die denkt dann es sei Tag.

Herr Dr. Stoohs, danke für das interessante Gespräch.


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