Gefässmedizin heute …

Im menschlichen Körper finden sich drei Gefäßsysteme.

Im menschlichen Körper finden sich drei Gefäßsysteme.

Die Arterien transportieren das Blut vom Herzen in das Gewebe, die Venen wieder zurück. Und dann gibt es noch die Lymphgefäße, die das Gewebewasser aufnehmen und in den Blutkreislauf zurückführen, bis zu mehreren Litern am Tag. Erkrankungen der Arterien führen zu Durchblutungsstörungen im Bereich der Halsschlagadern, der Herzkranzgefäße, der Bauchschlagader oder den Beingefäßen. Bei den Venen stehen Krampfadern im Fokus. In Verbindung mit Venenerkrankungen ist eine Beinvenenthrombose mit der Gefahr einer Lungenembolie vielen bekannt, beispielsweise nach einer langen Flugreise. Schwellungen der Beine mit teilweise erheblichen Deformierungen haben nicht nur etwas mit Ästhetik zu tun, sondern mit Erkrankungen der Lymphe und des Fettgewebes. Lymph- und Lipödeme sind die Folge.

Die Technik der Miniaturisierung hat auch in der Medizin zu rasanten Fortschritten geführt. Mit der modernen und sehr schonenden Bildgebung über eine Kernspintomographie, auch unter dem Kürzel MRT bekannt, lassen sich immer bessere Abbildungen des menschlichen Organismus anfertigen. Mit Mini-Kathetern werden beispielsweise Verengungen der Herzkranzgefäße aufgedehnt und mit kleinen Gefäßstützen, die aussehen wie Lockenwickler, offen gehalten. Große Operationen mit Eröffnung der Körperhöhlen lassen sich durch „Minimalinvasive Eingriffe“, die sogenannte MIC Chirurgie, ersetzen. Patienten profitieren hiervon, denn die Erholungsphase wird erheblich abgekürzt. Für andere Eingriffe muss der Patient erst gar nicht mehr ins Krankenhaus. Ambulante Eingriffe vermindern somit auch die Gefahr, sich mit Krankenhauskeimen zu infizieren.

In der modernen Behandlung von Venenleiden möchten viele Betroffene auf eine Narkose und auf das Tragen von Kompressionsstrümpfen verzichten. Früher wurden die Venen in einer Operation in Vollnarkose gezogen. Die Stripping-Operation kennt jeder. Seit circa 20 Jahren können Krampfadern auch anders behandelt werden. Mit feinen Kathetern werden die Venen von innen verschlossen. Diese Eingriffe sind wesentlich schonender. Mit Laser- oder Radiowellen-Kathetern werden die Krampfadern mit Hitze, 120°Celsius, von innen verkocht. Eine Narkose und Kompressionsstrümpfe werden auch hier häufig verwendet. Seit vielen Jahren kommt mittlerweile ein anderes Verfahren zum Einsatz, welches komplett auf eine Narkose und Kompressionsstrümpfe verzichtet: der Venenkleber. Im Weiteren werden Sie mehr über diese Methode erfahren. Eins vorab: den Kleber gibt es schon sehr lange, nämlich seit 1960.



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