Gelassen in die neue Phase

Wie Frauen die Zeit der Hormonumstellung aktiv gestalten können

Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

Es ist nur eine Phase – so heißt es oft über die Wechseljahre. Das stimmt zwar, allerdings kann sich diese Phase ganz schön hinziehen. Frauen wollen die Hormonumstellung so positiv und entspannt wie möglich durchleben. Treten jedoch die typischen Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen auf, ist es mit der Gelassenheit oft nicht mehr weit her und die Lebensqualität leidet.

Sich selbst umfassend informieren

Umso wichtiger ist es, dass jede Frau sich von Anfang an ganz bewusst und eigenverantwortlich mit den Wechseljahren auseinandersetzt. Sobald sich ab Mitte 40 die ersten Symptome zeigen, sollte sie das Gespräch mit dem Gynäkologen suchen und sich regelmäßig auf mögliche gesundheitliche Risiken hin untersuchen lassen. Es ist auch ratsam, sich gezielt zu informieren – beispielsweise durch Fachbücher oder die neue Website www.wechseljahre-verstehen.de. Denn wenn Frauen ihren Körper und die hormonellen Zusammenhänge kennen und verstehen, können sie gelassener mit den anstehenden Veränderungen umgehen. So sinkt zu Beginn der Wechseljahre zuerst der Spiegel des Gelbkörperhormons Progesteron, was sich meist mit unregelmäßigen Zyklen und Brustspannen bemerkbar macht. Später lässt auch die Östrogenproduktion nach, wodurch Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten können. Das ist ein natürlicher Prozess und kein Anlass zur Sorge. Dennoch müssen starke Beschwerden nicht mehr klaglos hingenommen werden, denn eine vom Arzt verordnete Hormonersatztherapie (HRT) kann zuverlässig Abhilfe schaffen.

Hormontherapie heute – modern und individuell

Dafür wird heute bevorzugt naturidentisches Östrogen wie Östradiol zum Beispiel in Form eines Dosiergels zur äußerlichen Anwendung verordnet, das eine individuelle und möglichst niedrige Dosierung erlaubt. Die Verabreichung über die Haut umgeht zudem die Leberpassage und minimiert so das Thromboserisiko. Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, bekommen zusätzlich Progesteron zum Schutz vor Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Natürliches Progesteron als Weichkapseln hat sich als stoffwechselneutral erwiesen, besitzt also keinen negativen Einfluss auf die Blutfettwerte. Von Individualrezepturen, die in der Apotheke gemischt werden, raten Fachgesellschaften hingegen ab, da hierfür keine Kontrollen und Wirksamkeitsstudien vorliegen.

Quelle: Schuster Public Relations & Media Consulting GmbH, Dachau