GESUNDHEIT MESSEN

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Die Ärztin und erfolgreiche Buchautorin Dr. med. Ursula Eder misst und analysiert die Herzratenvariabilität ihrer Patienten. Welche Vorteile das bringt und was es mit ihrem Bestseller „Das Parasympathikus-Prinzip“ auf sich hat, erzählt die sympathische Medizinerin dem Gesundheitsboten im Interview.

Ist es möglich, den Gesundheitszustand eines Menschen zu messen?

Das ist eine interessante Frage. Im Grunde findet eine solche messende Beurteilung des Gesundheitszustandes bei jeder Vorsorgeuntersuchung statt – zum Beispiel bei jeder Laboruntersuchung oder auch bei jedem funktionellen oder bildgebenden Verfahren wie einer EKG-Aufzeichnung oder einer Ultraschalldiagnostik. Insofern kann man sagen, die Beurteilung des Gesundheitszustandes mit messenden Verfahren ist in der Medizin schon lange ein etablierter Bestandteil ärztlichen Handelns.

Eine spannende Methode, die aber noch nicht sehr bekannt ist, ist die Messung der Herzratenvariabilität. Für wen ist diese interessant?

Diese Messmethode ist aus Patienten-Sicht für jeden interessant, der wissen möchte, wie es um die Regulationsfähigkeit des Organismus bestellt ist. Kurz gesagt: wie gut es jeder einzelnen Zelle geht und damit in Summe, wie gut es dem Körper gelingt, die aktiven gesunderhaltenden Prozesse durch eigene Regulation aufrecht zu erhalten.

Wo wird die HRV-Messung schon eingesetzt?

Die HRV-Messung wird seit einigen Jahren schon in verschiedenen, nicht nur in medizinischen Bereichen angewendet. In der Kardiologie und der Arbeitsmedizin werden mit dieser Messmethode beispielsweise Herzgesundheit und Stressbelastung beurteilt. In der Sportmedizin und im Leistungssport werden durch HRV optimiertes Training bessere Leistungen erzielt.

Wie und womit wird diese durchgeführt?

Eine HRV-Messung kann man im Grunde überall dort durchführen, wo sie gebraucht wird. Die Geräte sind nicht zwingend groß und damit sehr flexibel zu handhaben. Viele Menschen messen schon seit geraumer Zeit ihre Herzratenvariabilität, ohne es zu wissen. Einige der modernen Fitnesstracker, die man am Handgelenk trägt, sind schon mit einer einfachen Ausführung der HRV Messmethode ausgestattet. Diese Werte können schon erste Hinweise auf die eigenen HRV-Werte liefern. Ein professionelles Praxis-Gerät, das mit einer aufwändigeren Technik arbeitet, ermöglicht natürlich einen deutlich detaillierteren Blick ins vegetative Nervensystem.

Die zugrundeliegende Messmethode ist die Aufzeichnung eines EKGs, also eines Elektrokardiogrammes, wie man es von seinem Hausarzt kennt. Das Besondere bei der HRV-Messung im Vergleich zum EKG: Die Art der Auswertung einer solchen EKG-Aufzeichnung unterscheidet sich von der eines üblichen EKGs. Im Fall der HRV-Messung erfolgt die Aufzeichnung der Messwerte mittels zweier Hand- oder auch sogenannter Brustwandelektroden.

Was sagt der HRV-Wert aus und lassen sich anhand dieser Messparameter Rückschlüsse auf Krankheitsursachen ziehen?

Ein HRV-Messergebnis besteht nicht nur aus einem einzigen Wert, ist also nicht so etwas wie ein fixer Blutwert in einer Laboruntersuchung. Mit einer HRV-Messung stellen wir mit Hilfe definierter Messwerte die Qualität eines dynamischen und hochkomplexen Regulationssystems dar. Diese Messung ermöglicht uns die Beurteilung der grundsätzlichen Qualität der Regulationsfähigkeit unseres vegetativen Nervensystems. Dieses bildet, wenn man so will, die oberste Steuerungsebene aller körpereigenen gesunderhaltenden Funktionen. Bei einem gesunden Menschen finden wir in diesen Messergebnissen eine hohe Dynamik und Kohärenz der HRV-Werte, bei einem chronisch kranken Menschen sind diese Parameter meist deutlich eingeschränkt. Die HRV-Messung ist nicht in der Lage, einzelne definierte Krankheitsursachen im Detail aufzudecken. Was sie aber gut kann, ist die Beurteilung des Grades der aktuellen Stressbelastung des Organismus und die Auswirkungen auf die Regulationsfähigkeit und die körperlichen Ressourcen.

Was versteht man unter einem „HRV-Biofeedback“?

Die Antwort darauf steckt schon im Wort selbst: Bio und Feedback. Man misst mit einer bestimmten Methode, in unserem Fall ist die Methode die HRV-Messung, einen biologischen Parameter über eine bestimmte Dauer, meist über einige Minuten. Mit einem meist optischen Impuls stellt ein Bio-Feedback-System nun die gemessenen Werte direkt dem Probanden als Feedback-Information zur Verfügung. Das können beispielsweise sein: eine optische Farbänderung am Gerät selbst oder aufgrund der guten oder eben weniger guten Messwerte ein sich auf und ab bewegendes Bild auf einem Monitor. Mit Hilfe dieses Feedbacks kann nun der Proband durch eine geeignete und geübte Intervention seine eigene Regulation verbessern. Atmung und Entspannungszustand spielen hier eine wichtige Rolle.

Zusammen mit dem Bremer Arzt Dr. med. Franz Sperlich haben Sie ein Buch über das „Parasympathikus-Prinzip“ geschrieben. Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen Stress, Krankheit und Atmung?

Im Grunde fragen Sie mich hier, ob wir selbst Einfluss nehmen können auf die Funktionen unseres Körpers. Die kurze Antwort darauf ist: Ja.

Die ausführliche Antwort darauf und auch darauf, was unser vegetatives Nervensystem damit zu tun und wie man diese positive Einflussnahme erlernen kann, findet man im Buch. Zusammengefasst geht es um Folgendes: Stehen wir unter Stress, dann verändern sich aufgrund von Sympathikus-Wirkung („Gaspedal“ im vegetativen Nervensystem) viele Vorgänge im Körper in Richtung „Überlebensmodus“. Auch unsere Atmung ist ein wichtiger Teil davon – diese wird unter Stress flach und schnell. Körperliche Auswirkungen auf Blutdruck, Puls, Hormone, Immunsystem, Stoffwechsel sind die Folge. Kurzfristig ist das im Sinne des Überlebensmodus“ gewollt und kein Problem für uns. Langfristig aber schaden wir mit dem Dauer-Stress-Modus jeder einzelner unserer Zellen und damit unserer Gesundheit. Der Parasympathikus (Bremspedal im vegetativen Nervensystem und großer Ruhe-Nerv) sorgt für Einbremsen des Stressmodus und v. a. auch für Regeneration. Den Parasympathikus können wir über unsere Atmung aktivieren.

Optimale Ernährung und Bewegung gehören selbstverständlich auch in ein gelingendes Konzept der Gesundheitsregulation, genauso wie auch die emotionale Gesundheit.


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