Heißt geprüft auch unbedenklich?

Das bedeutet "Hautverträglichkeit dermatologisch getestet" auf Cremes und Co.

Das bedeutet „Hautverträglichkeit dermatologisch getestet“ auf Cremes und Co.

(djd). b auf Creme-Tuben, Make-up-Dosen oder Shampoo-Flaschen: Wer sich Verpackungen von Reinigungs- und Pflegeprodukten für Haut und Haar anschaut, stößt häufig auf den Begriff „Hautverträglichkeit dermatologisch getestet“. Nur was besagt die Kennzeichnung genau? Handelt es sich um einen Hinweis auf standardisierte Tests? Werden alle Inhaltsstoffe auf Hautverträglichkeit geprüft? Wer eine empfindliche Haut hat oder unter Allergien leidet, sollte sich jedoch nicht allein auf diesen Hinweis verlassen.

Augen auf bei empfindlicher Haut

Die Kennzeichnung „dermatologisch getestet“ darf der Verbraucher wörtlich nehmen, da gemäß der EU-Kosmetikverordnung alle Aussagen auf Kosmetikverpackungen belegbar sein müssen. „Der Begriff besagt, dass das Produkt in Anwesenheit eines Dermatologen, also Hautmediziners, auf Hautverträglichkeit getestet wurde. Der Hinweis bedeutet nicht, dass die jeweilige Creme besonders gut für zu Allergien neigenden Menschen geeignet ist“, sagt Dr. Sheida Hönlinger, Bereichsleiterin für Kosmetik sowie Haar- und Körperpflegeprodukte beim unabhängigen Prüflabor SGS Institut Fresenius. Wer eine empfindliche Haut hat und ihre Unverträglichkeiten kennt, sollte stets auf die Inhaltsstoffe achten, die detailliert auf der Verpackung angegeben sein müssen – unabhängig von Auslobungen wie „dermatologisch“ oder „klinisch getestet“. Zusätzlich empfiehlt die Expertin: „Wer unsicher ist, sollte seinen Hautarzt fragen. Er kennt mögliche Allergien und kann die Patienten entsprechend aufklären.“

Testreihen stellen Qualität sicher

Wertvoll ist die Aussage aber dennoch, erklärt Dr. Hönlinger: „Die Kennzeichnung stellt dar, dass der Hersteller Wert auf Qualität legt und diese durch wissenschaftlich kontrollierte Tests sicherstellen möchte.“ Dass Kosmetik- und Pflegeprodukte vor der Markteinführung in allen Phasen der Entwicklung umfassend getestet werden, ist gesetzlich für alle Hersteller vorgeschrieben. Spezielle Hautlabore wie etwa SGS Institut Fresenius führen dazu nach strengen wissenschaftlichen Vorgaben Laboruntersuchungen, Probandenstudien und Wirksamkeitstests durch.

Know-how in der Prüfung

(djd). Anfang 2018 hat SGS Institut Fresenius das Prüfinstitut SIT Skin Investigation and Technology Hamburg GmbH übernommen. Durch den Zusammenschluss erweitert der renommierte Labordienstleister seine Prüfservices für Kosmetik, Körperpflege und Hygieneartikel. Die bereits vorhandenen Kompetenzen im Bereich Qualitätssicherung für Haarpflegeprodukte werden nun ergänzt um Expertisen aus dem Bereich Dermatologie und Wirksamkeitsstudien für die Hautpflege. Untersucht werden zum Beispiel Pflegecremes, Waschprodukte, Hygieneartikel oder Medizinprodukte mit Hautkontakt. Im Zentrum stehen Tests zur Verträglichkeit und Wirksamkeit der Endprodukte sowie von einzelnen Wirkstoffen und Rohmaterialien.

Bildergalerie:


Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
Verträgt meine Haut die Gesichtscreme?
Foto: djd/SGS/WavebreakMediaMicro – stock.adobe.com

— Bildunterschrift für Bild 2 —
Was ist wirklich drin? Wer eine empfindliche Haut hat, sollte genau auf die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten achten.
Foto: djd/SGS/Africa Studio – stock.adobe.com

— Bildunterschrift für Bild 3 —
Umfassende Tests geben Sicherheit, ob Pflegeprodukte gut verträglich und wirksam sind. Prüfinstitute mit Hautlaboren wie etwa SGS Institut Fresenius haben sich auf diese unabhängigen Tests spezialisiert.
Foto: djd/SGS/jpk/Jens Peter Kaiser