Herbsturlaub mit Zeckengefahr


Die Spinnentiere sind auch jetzt noch in vielen Ferienregionen aktiv

(rgz). Im Herbst wollen viele Menschen die letzten milden Tage nochmal für eine Auszeit nutzen. Ob Wandertouren in den Bergen, Spaziergänge am Meer oder auch Urlaub im heimischen Garten. Egal, wozu man sich entschließt, ein oft unterschätztes Risiko bleibt noch bis mindestens November bestehen: die Zecke. Im Gepäck hat das kleine Spinnentier zahlreiche Krankheitserreger und kann beispielsweise FSME oder Borreliose übertragen.

Die Zecke ist ein vielfältiger Krankheitsüberträger

Die häufigste durch einen Zeckenstich übertragene Erkrankung in Europa ist die Lyme-Borreliose. Die Krankheitssymptome sind vielseitig und betreffen vor allem Haut, Nervensystem, Gelenke und das Herz. Eine Diagnostik ist meist schwierig. Die FSME, auch Zeckenenzephalitis genannt, ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die schwere Folgeschäden hervorrufen und tödlich enden kann. Beim Stich können Zecken das Virus über ihren Speichel auf den Menschen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von sieben bis 14 Tagen verläuft die Erkrankung oft in zwei Phasen. Zunächst treten unspezifische, grippeähnliche Symptome auf. In der zweiten Phase kann es zu hohem Fieber mit neurologischen Anzeichen wie Hirnhautentzündung kommen.

Nur mit Vorsorge in den Urlaub: Impfungen können schützen

Das Risiko eines Zeckenstichs besteht prinzipiell im gesamten Bundesgebiet. „Selbst wer Urlaub im heimischen Garten macht, ist Zecken ausgesetzt“, so der Düsseldorfer Parasitologe Professor Dr. Heinz Mehlhorn. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist besonders in Süd- und Ostdeutschland hoch, so auch in den beliebten Urlaubsregionen Bayerns, Baden-Württembergs und Thüringens. Darüber hinaus können FSME-Erreger in Mittel- und Norddeutschland auftreten. Auch wer ins europäische Ausland reist, läuft Gefahr, sich zu infizieren. Vor allem an typischen Reisezielen der Deutschen, in Italien, Kroatien, Skandinavien, Österreich und in der Schweiz, sind Zecken weit verbreitet.

Damit Reisefreudige ihre Auszeit zeckenfrei genießen können, sollten sie an entsprechende Schutzmaßnahmen denken. Das Tragen von heller, langer und geschlossener Kleidung sowie das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln, können gegen einen Zeckenbefall helfen. Den zuverlässigsten Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Für eine vollständige Immunisierung sind drei Impfungen notwendig, die innerhalb weniger Monate verabreicht werden. Kurzentschlossene Urlauber, die in ein Risikogebiet reisen, können innerhalb weniger Wochen einen Impfschutz aufbauen. Auch für Kinder gibt es einen Impfstoff gegen FSME, der ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen ist.

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Urlaubszeit ist Zeckenzeit – auch im Herbst. Vielen Reisenden ist jedoch nicht bewusst, dass Erkrankungen mit FSME auch in beliebten Ferienregionen und den deutschen Risikogebieten möglich sind.
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Auch wer Urlaub im heimischen Garten macht, kann Zecken ausgesetzt sein. Die gefährlichen Parasiten können hier in großer Zahl vorkommen.
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Für den Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen notwendig.
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Eine FSME-Impfung kann schützen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung für alle Bewohner und Reisende in FSME-Risikogebiete, die sich viel in der Natur aufhalten.
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Kurzentschlossene Urlauber, die beispielsweise in ein Risikogebiet reisen, können innerhalb von wenigen Wochen einen Impfschutz aufbauen.
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er Zeckenstich – Ablauf und Gefahren.
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Schutzmaßnahmen gegen FSME – zeckenfrei die Natur genießen.
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