IQ des Kindes leidet unter Jodmangel

Warum Schwangere auf eine gute Versorgung mit dem Spurenelement achten sollten

arum Schwangere auf eine gute Versorgung mit dem Spurenelement achten sollten

(djd). Früher wurde schwangeren Frauen gern empfohlen, „für zwei zu essen“. Davon ist man heute abgerückt – schon wegen der zu hohen Kalorienaufnahme, die das mit sich bringen würde. Dennoch kann der Bedarf an manchen Nährstoffen während der Schwangerschaft deutlich ansteigen. Das gilt ganz besonders für das Spurenelement Jod, das unverzichtbar für eine gesunde Funktion der Schilddrüse ist. Es wird zur Produktion der Schilddrüsenhormone gebraucht, die eine zentrale Rolle in der Regulation des gesamten Stoffwechsels spielen und außerdem wichtig für die Gehirnentwicklung des Ungeborenen sind. Schon ein leichter Jodmangel während der Schwangerschaft kann sich einer britischen Studie zufolge negativ auf die Intelligenz des Kindes auswirken. Nach dieser hatten schwangere Frauen, die nach Kriterien der WHO einen Jodmangel aufwiesen, häufiger Kinder mit niedriger sprachlicher Intelligenz. Innerhalb der Jodmangelgruppe zeigten wiederum die Kinder der Frauen mit den niedrigsten Werten die schlechtesten Ergebnisse.

Rechtzeitig die Zufuhr erhöhen

Frauen sollten deshalb schon bei der Planung einer Schwangerschaft an eine ausreichende Jodversorgung denken. In der Schwangerschaft erhöht sich der tägliche Bedarf nämlich um etwa 50 Prozent auf 250 Mikrogramm am Tag. Zusätzlich sollten bestehende Schilddrüsenerkrankungen wie zum Beispiel eine Unterfunktion ausgeschlossen beziehungsweise behandelt werden – mehr Informationen dazu gibt es auch unter www.rgz24.de/schilddruesenunterfunktion. Da in Deutschland in Wasser und Böden und dadurch auch in Lebensmitteln nur sehr wenig Jod enthalten ist, empfehlen Experten für die Dauer der Schwangerschaft eine zusätzliche Jodzufuhr von täglich 150 Mikrogramm durch Tabletten. Damit seien werdende Mütter gut versorgt, wenn zusätzlich auf eine jodreiche Ernährung geachtet wird. Lebensmittel mit einem hohen Jodgehalt sind zum Beispiel Seefisch und andere Meeresprodukte, die zweimal pro Woche auf den Tisch kommen sollten. Auch in Milch und Milchprodukten sind nennenswerte Mengen enthalten. Empfohlen wird weiterhin, im Haushalt immer Jodsalz zu verwenden.

Jodbedarf auch in der Stillzeit erhöht

Der erhöhte Jodbedarf besteht aber nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit. Denn ein voll gestilltes Baby nimmt alle Nährstoffe ausschließlich durch die Muttermilch auf. Frauen brauchen deshalb in dieser Zeit sogar noch etwas mehr Jod als Schwangere, um ihr gestilltes Kind mitzuversorgen: 260 Mikrogramm pro Tag. Sowohl die Einnahme von Jodtabletten als auch die bewusste Ernährung sollten deshalb während des Stillens beibehalten werden.

Schilddrüsenprobleme bei Schwangeren

(djd). – Jodmangel: Er kann zur Bildung eines Kropfes führen, weil das Organ versucht, durch Vergrößerung den Mangel auszugleichen. Eine jodreiche Ernährung und Extrazufuhr durch Tabletten beugt vor.
– Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Sie ist oft durch die Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis bedingt. Die Schilddrüse stellt dann zu wenig/keine Hormone her, weshalb diese mit Tabletten eingenommen werden müssen. In der Schwangerschaft kann sich der Bedarf an Schilddrüsenhormonen erhöhen – mehr dazu unter www.rgz24.de/schilddruesenunterfunktion.
– Umfassende Information zu Schilddrüsenerkrankungen bieten das Forum Schilddrüse unter www.forum-schilddrüse.de sowie der Arbeitskreis Jodmangel unter www.jodmangel.de.

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Für eine gute Jodversorgung sollte im Haushalt jodiertes Speisesalz verwendet werden. Schwangere brauchen aber in der Regel ergänzend Jodtabletten.
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Da dem Tierfutter in Deutschland Jod zugesetzt wird, sind Milch und Milchprodukte nach Seefisch gute Jodquellen.
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