LIFESPRING – Für ein Leben ohne Sucht

Für ein Leben ohne Sucht

Wenn das Verlangen die Vernunft besiegt, ist aus einer schlechten Angewohnheit bereits eine Sucht geworden. Doch es gibt ein Weg zurück, zurück in ein erfülltes suchtfreie

s Leben, ohne die typischen Begleiterscheinungen eines Entzuges und ohne den Verlust des sozialen Status. Herr Schweikert, leitender Arzt, berichtet über das sanfte und wirksame Verfahren der LIFESPRING Privatklinik und was den Aufenthalt dort so besonders macht.

Herr Schweikert, Sie sind leitender Arzt in der LIFESPRING Privatklinik. Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit und was sind die größten Herausforderungen?

Die wichtigste aber auch große Freude bereitende Herausforderung ist es, sehr individuell und genau die psychische Struktur bzw. die Persönlichkeit eines Menschen zu verstehen, als Schlüssel für die Erkenntnis, warum bei eben diesen Menschen eine Suchtstruktur entstehen konnte. Dafür finden zweimal täglichen Intervisionen im Behandlerteam statt, bei denen auf fachlich höchstem Niveau die Geschichte eines Patienten und psychotherapeutischen Inhalte der Behandlung diskutiert werden. Dazu hat jeder Therapeut seine eigenen therapeutischen Instrumente und Blickwinkel, die so direkt in die Behandlung eingebracht werden können, um so eine viel zielgerichtete und effizientere Psychotherapie durchzuführen.

Was genau und wodurch zeichnet sich LIFESPRING aus?

Die Lifespring Privatklinik ist hochspezialisiert auf Suchterkrankungen und verfügt über eine dichte Personalstruktur mit sehr erfahrenen und engagierten Kollegen. Die Atmosphäre des Hauses mit seiner Ausstattung, seiner Geschichte (die ehemalige Kurt-Schuhmacher-Akademie), der ausgewogenen Küche und seiner Lage über dem malerischen Tal von Bad Münstereifel, in einer gesundheitsfördernden Umgebung, ist besonders schön.

Erzählen Sie uns bitte etwas über das Therapie- und Behandlungskonzept.

Das gesamte Konzept ist darauf ausgerichtet unbewusste intrapsychische Widerstände bestmöglich zu minimieren. Dabei hilft besonders die Gruppentherapie, in die Tiefe gehende Einzeltherapien, das dichte Therapiesetting, die Behandlung auf Augenhöhe, das Duzen, die gesundheitsfördernde Atmosphäre und sehr viel Empathie von allen Beteiligten. Aus verschiedenen Therapieverfahren werden individuell für jeden Patienten die Therapiemodule so zusammengesetzt, dass korrigierende Neuerfahrungen im Umgang mit Emotionen und Schritte zur Gesundung der psychischen Struktur erreicht werden können.

Wie gestaltet sich der Patientenalltag?

Das Zusammenleben ist familiär. Es gibt 21 Einzelzimmer mit eigenem Bad.

Das Therapieprogramm beginnt mit dynamischem Yoga. Es folgen dann die Gruppentherapie, die Visite und wieder eine Gruppentherapie, an manchen Tagen auch noch ein therapeuti

sches Abendprogramm. All das an sechs Tagen pro Woche. Zusätzlich ist an Werktagen noch ein Einzelgespräch bei einem der Therapeuten möglich. Alles in allem ist dies eines der dichtesten, mir in einer Klinik bekannten, Therapieprogramme.

Woraus setzt sich das Team der LIFESPRING-Klinik zusammen?

Mein Kollege und ich sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie mit jahrelanger Erfahrung in der suchtmedizinischen Versorgung. Rund um die Uhr besteht eine pflegerische und ärztliche Präsenz.

Daneben haben wir Psychologen und Therapeuten mit einer verhaltenstherapeutischen, tiefenanalytischen oder systemischen Ausrichtung, wie Ego-State und Familienaufstellung. Weiterhin stehen Achtsamkeitstherapeuten, Sporttherapeuten, Dramatherapeuten und Sozialarbeiterin zu Verfügung. Abgerundet wird das Team durch die Kollegen der Geschäftsführung, die Belegungsmanagerin, das Housekeeping, den Facility-Managern, die Verwaltung und die Köche.

Nach Abschluss der Therapie kehrt der Patient wieder in sein gewohntes Umfeld zurück. Wie genau sieht die Nachsorge aus?

All unsere Patienten werden individuell durch unsere Sozialarbeiterin über die komplexen Nachsorgemöglichkeiten informiert. Dazu gehören eine ambulante Psychotherapie zur Fortführung der in der Klinik begonnenen Psychotherapie, regelmäßige Teilnahme an Selbsthilfegruppen sowie ein individueller Wochenplan, in denen Maßnahmen eingefügt werden, die sich während der Behandlung effizient in der Anspannungsmodulation gezeigt haben. Dadurch kann das Rückfallrisiko erheblich gesenkt werden.

Für den Rückfall versuchen wir unsere Patienten zur zügigen Wiederübernahme der Selbstverantwortlichkeit zu bewegen, Wiederaufnahmen genießen daher auch eine erhöhte Priorität.

Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich Menschen depressiv, einsam und allein gelassen. Oftmals ist hier der Griff zur Flasche nicht weit und dient als einziger Stimmungsaufheller. Wann sollten hier die Alarmglocken läuten und was können Betroffene dem entgegensetzen?

Bei jeglicher Art von psychischem Missbefinden, durch eine akut emotional belastende Situation oder eine bestehenden psychische Erkrankung, wird Anspannung als unspezifisches psychisches Kardinalsymptom ausgelöst. Gründe für die innere Anspannung können auch schlechte Stimmung, Einsamkeit, Entborgenheit oder ein schlechtes Selbstwertgefühl sein. Sucht dient in der Regel dazu Gefühle und die Anspannung zu verändern und erträglicher zu machen. Hier kommen oft sedierende Substanzen (z.B. Alkohol) ins Spiel, oder Stoffe, die eine bessere Stimmungslage versprechen (z.B. Kokain). Schnell gewöhnt man sich dann an die zugeführte Dosis des Suchtmittels und steigert diese. Die logische Konsequenz ist der allmählich Kontrollverlust und das Entwickeln einer Suchterkrankung.

Die durch echtes soziales Miteinander im Austausch mit anderen Menschen entstehende Aktivierungen des Belohnungszentrums unterliegt nicht so schnell der Gewöhnung, wie die durch süchtig-machende Substanzen oder Verhaltensweisen.

Unangenehmen bewerteten Gefühlen ist unbeliebt werden verdrängt. Dabei wird vergessen, dass das vollständige Erleben dieser Emotionen deren Intensität vermindert. Sie sind dann besser aushaltbar. Zufriedenheit heißt dem zufolge eben, dass man mit jedweder Emotion einen vernünftigen Umgang hat, keine Emotion einen den Boden unter den Füßen wegreißen kann. Menschen, die dies (wieder-)gelernt haben sind nicht so empfänglich für eine Sucht.


LIFESPRING
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