Naturgenuss auch im Herbst


Outdoorfreunde sollten stets an Zeckenvorsorge denken

(djd). Der Herbst mit seinem bunten Laub und meist angenehmen Temperaturen lockt viele Naturfreunde für Spaziergänge, Wandertouren oder Angelausflüge nach draußen. Und vor allem Pilzfans sind jetzt auf der Jagd.

Pilze sprießen früher als gedacht

Je nach Witterung gelten Spätsommer und Herbstanfang als Hauptsaison fürs Pilzesammeln. Doch echte Liebhaber wissen, dass Pilze schon früher sprießen. Verschiedene Pilzarten wachsen zu unterschiedlichen Zeiten. Ab April sprießen Morcheln, Steinpilze folgen im Mai. Im frühen Sommer ist Pfifferlingszeit, später locken Champignons. Doch dort, wo Pilze stehen, lauern immer auch Zecken. Daher sollten Pilzsammler bei der Wahl der Pilze und beim Durchstreifen der Natur vorsichtig sein.

Zecken auch im Herbst aktiv

Denn Zecken sind auch im Herbst noch aktiv, solange es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sieben Grad Celsius warm oder wärmer ist. In Deutschland reicht die Zeckensaison in der Regel von Februar bis Oktober. Je nach Temperatur kann sich die Saison aber verschieben. An sich sind die kleinen Tiere harmlos, doch Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele Informationen zum Thema Zecken gibt es beispielsweise unter www.zecken.de.

Zecken können FSME-Viren übertragen

Dazu gehört auch das Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Virus. FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Nach grippeähnlichen Symptomen kann es bei den Betroffenen zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. FSME ist nicht ursächlich behandelbar. Nur die Symptome können mit Medikamenten gelindert werden. Daher ist es wichtig, Zeckenstichen vorzubeugen.

Zeckenstichen vorbeugen – so geht’s

Mit geeigneter Kleidung und insektenabweisenden Sprays können Zecken auf Abstand gehalten werden. Ebenso ist es empfehlenswert, den Körper nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abzusuchen. Zusätzlich kann eine Impfung vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken.

FSME und Zeckenvorsorge

(djd). Wissenswertes zum Thema FSME:

  • Das FSME-Virus greift Hirnhaut und zentrales Nervensystem an.
  • Die Symptome ähneln anfangs denen einer Grippe.
  • Etwa 50 Prozent der Betroffenen erleiden danach eine Entzündung der Hirnhaut, rund 40 Prozent eine Entzündung des Gehirns.
  • FSME ist nicht ursächlich behandelbar, nur Symptome können gelindert werden.
  • Vorsorgemaßnahmen sind wichtig: geeignete Kleidung, insektenabweisende Sprays und das gründliche Absuchen des Körpers.
  • Eine Impfung gegen FSME kann dazu beitragen, das Risiko einer FSME-Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu verringern.
  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort leben.

Mehr Informationen: www.zecken.de

Bildquellen und Urheberrechte:

Pilzsammler und andere Naturfreunde bewegen sich im Revier von Zecken. Daher sollten sie Maßnahmen gegen Zeckenstiche treffen. Auch eine Impfung kann helfen, nach einem Zeckenstich nicht an FSME zu erkranken.
Foto: djd/www.zecken.de/leidenschaftnatur.de

Naturfreunde sollten auch im Herbst daran denken, Zeckenstichen vorzubeugen.
Foto: djd/www.zecken.de

Verschiedene Vorsorgemaßnahmen wie geeignete Kleidung, das Einsprühen mit Repellents und das gründliche Absuchen der Haut, können helfen, Zeckenstichen vorzubeugen.
Foto: djd/www.zecken.de