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Der Trend geht auch bei Fertiggerichten zu Nachhaltigkeit und Regionalität

Der Trend geht auch bei Fertiggerichten zu Nachhaltigkeit und Regionalität

(djd). 63 Prozent der Bundesbürger legen beim Thema Nahrungsmittel Wert auf Regionalität, 39 Prozent befürworten eine saisonale Ernährung und 28 Prozent achten beim Lebensmitteleinkauf auf Bio. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Nielsen-Studie zu den Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten der Deutschen, befragt wurden dabei 11.000 Haushalte. Nachhaltigkeit, Ernährung und auch Qualität seien für viele Verbraucher mittlerweile eng miteinander verknüpft und genauso wichtig wie der Geschmack, erklären die Verfasser der Studie. Sie haben die Befragten zudem in sieben Ernährungstypen eingeteilt: Dabei machen die „Engagierten“ mit 27 Prozent den größten Anteil aus, gefolgt von den „Pragmatikern“ und den „Unbekümmerten“.

Nachhaltigkeit hat nichts mit Zeitaufwand zu tun

Der Trend zu Nachhaltigkeit und Regionalität hat im Übrigen wenig damit zu tun, wo man seine Lebensmittel einkauft und wie viel Zeit man mit der Zubereitung verbringt. „Das Image von Fertiggerichten etwa hat sich drastisch gewandelt“, so Jeannine Frenzel, Quality Manager bei Continental Foods Lübeck, Marke Erasco. Lange Zeit wären Convenience-Produkte nirgends so verpönt gewesen wie in Deutschland: „Nur wenn man frische Zutaten auf dem Markt eingekauft und sich danach stundenlang selbst in die Küche gestellt hat, galt eine Mahlzeit als gesund und hochwertig.“ Heute ist Zeit im Alltag der meisten Menschen zu einem knappen Gut geworden – auf eine ausgewogene Ernährung wollen und müssen sie dennoch nicht verzichten. Der Markt für Fertiggerichte ist vielfältig geworden, die Anbieter legen größten Wert auf die Auswahl der Zutaten.

So viel frisches Gemüse wie möglich

Frische Kartoffeln, feine Möhren, grüne Bohnen, zarter Mais, saftige Tomaten oder bunte Paprika – genau wie bei den Verbrauchern kommt auch bei den Herstellern von Fertiggerichten so viel frisches Gemüse wie möglich in die Suppen und Eintöpfe. „Das erntefrische Gemüse beziehen wir direkt von unseren deutschen Vertragsbauern. Und die wertvollen Zutaten werden danach durch moderne, schonende Prozesse geschützt“, so Frenzel. Die meisten Produkte kämen mittlerweile ganz ohne Konservierungsmittel laut Gesetz, geschmacksverstärkende Zusatzstoffe oder künstliche Farbstoffe aus: „Um die Suppen und Eintöpfe haltbar zu machen, werden die Zutaten mit ausreichend Flüssigkeit wie etwa Brühe übergossen. Dann wird alles luftdicht verschlossen und das Gericht gleichmäßig so kurz wie möglich, aber so lange wie nötig gegart.“

Enthalten Konserven keine Vitamine?

(djd). Unbehandelte Lebensmittel sind keinesfalls immer gesünder oder vitaminreicher als Konserven. „Obst und Gemüse etwa verliert bei Zimmertemperatur und unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff schnell einen Großteil der Vitamine“, erklärt Jeannine Frenzel, Quality Manager bei Continental Foods Lübeck, Marke Erasco. Im Gegenzug stimme es nicht, dass Konserven keine Vitamine mehr enthielten: „Wie viele Vitamine noch in einer Konserve enthalten sind, hängt von der Art des Erhitzens ab und vom Vitamingehalt vor der Verarbeitung.“ Denn nicht jedes Vitamin sei gleichermaßen hitzeempfindlich. Das Zusetzen von Konservierungsstoffen sei bei den modernen Verfahren in der Regel nicht mehr nötig, so Frenzel.

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Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
Nachhaltigkeit und Qualität der Lebensmittel werden für Verbraucher immer wichtiger.
Foto: djd/www.erasco.de/jackfrog – stock.adobe.com

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Genau wie bei den Verbrauchern kommt auch bei den Herstellern von Fertiggerichten so viel frisches Gemüse wie möglich in die Suppen und Eintöpfe.
Foto: djd/www.erasco.de/Getty

— Bildunterschrift für Bild 3 —
Jeannine Frenzel, Quality Manager bei Continental Foods Lübeck, Marke Erasco.
Foto: djd/www.erasco.de