Sigma Zentrum

Prof. Dr. Christoph Bielitz Psychiater und Naturmediziner vom Sigma-Zentrum Bad Säckingen deckt Gründe für psychische Belastungen auf.

Prof. Dr. Christoph Bielitz

Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen wird als Privatklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin von Patienten aus ganz Deutschland aufgesucht. Die Fachklinik ist seit vielen Jahren durch ein wegweisendes Therapiekonzept mit einer Vielzahl medizinischer und fachtherapeutischer Verfahren erfolgreich. Wir führten ein Gespräch mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Christoph Bielitz.

Die Anzahl der psychischen Erkrankungen steigt seit Jahren in Deutschland. Worin sehen Sie die Gründe?

Stresserleben hatten Menschen schon immer in vielfältigster Weise, aber wir beobachten seit vielen Jahren eine steigende Arbeitsbeschleunigung und Arbeitsverdichtung. Das ist weitgehend bekannt; ein zunehmendes Problem liegt aber in der Reizüberflutung durch permanent verfügbare Medien und Kommunikationsanforderungen. Die Organisation des Arbeitsalltages wäre teilweise besser strukturierbar, aber es wird schwieriger zu priorisieren. Viele Menschen sitzen dem Irrglauben auf, ständig verfügbar sein und E-Mails oder Chats sofort lesen und beantworten zu müssen. Das zeigt sich auch im privaten Alltag und beginnt schon bei Kindern, die sich nicht mehr fokussieren können, weil sie zu sehr z.B. auf ein Smartphone fixiert sind. Dies führt auf Dauer zu Ermüdungseffekten, Frustration und schlechtem Selbstwirksamkeitserleben. Die mediale Kommunikation geht außerdem oft mit einem Verlust an authentischer Begegnung und Dialog in Familie, Bekannten- und Kollegenkreis einher. Die schriftliche Online-Kommunikation ist gerade in konflikthaften Situationen beziehungsfeindlich – das gilt beruflich wie privat. Die vermeintlich gesparte Zeit muss dann sehr teuer bezahlt werden: mit Zeit, Geld und hohen emotionalen Investitionen für Konfliktklärung, Ausräumen von Missverständnissen, Wiederherstellung von Vertrauen.

Macht uns der Lifestyle krank?

Nicht pauschal, aber oft hapert es durch die Dauerfixierung auf Medien an geregelten Tagesabläufen und Entspannungsphasen. Es fehlen Bewegung in der Natur und Beschäftigung mit Hobbys. Das Genusserleben wird verlernt. Nicht selten kommt Beziehungsstress auf. Wenn dann in der persönlichen Glücksdefinition Materielles an oberster Stelle steht, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich Sinnentleerung, Erschöpfung und psychische Erkrankungen einstellen.

Gibt es häufige Beschwerden und wie entwickeln sich diese?

Die Symptome kommen meist schleichend und zeigen sich individuell unterschiedlich. Oft beginnt es mit Erschöpfung, Konzentrations- und Antriebsstörungen, Grübeln, Sinnlosigkeitserleben, Lustlosigkeit und mentaler Schwäche. Dazu kommen körperliche Symptome: Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtszu- oder abnahme, Kloßgefühl im Hals, Schlafstörungen oder Tinnitus. In jedem Organsystem sind Fehlregulationen möglich. Bei einem Arztbesuch folgt dann nicht selten umfangreiche Diagnostik und oft dauert es unnötig lange, bis auch dem Patienten klar wird, dass er nicht primär körperlich krank ist, sondern eine psychische Ursache vorliegt.

Was raten Sie Betroffenen?

Wichtig ist, sich einzugestehen, dass etwas nicht im Lot ist, man darüber mit Vertrauenspersonen redet und den Kontakt zum Arzt nicht scheut. Denn Früherkennung verhindert Verschlimmerung und Chronifizierung. Keineswegs muss jeder therapiert werden, mitunter reichen Auszeiten, z.B. Urlaub.

Wenn dies nicht reicht, wie findet man die richtige Therapie?

Der Hausarzt sollte an einen Facharzt für psychische Erkrankungen überweisen. Über eventuell erforderliche Therapie wird erst nach spezifischer Diagnostik entschieden. So handhaben wir das auch in unserer ganz individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmten Behandlung im Sigma-Zentrum. In unserem Früherkennungszentrum kann sich jeder individuell und diskret beraten lassen. Psychische Gesundheit ist die Basis für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Man hat das nur zum Teil selbst in der Hand. Aber auch hier gilt: vorbeugen ist besser als heilen. Wenn ein Facharzt aufgesucht werden muss, sollte man sich nicht zu lange quälen und sich möglichst angstfrei und vorbehaltlos in Behandlung begeben.

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