Was Frauen ans Herz geht

Wie die Wechseljahre das Risiko für Gefäßerkrankungen beeinflussen

Wie die Wechseljahre das Risiko für Gefäßerkrankungen beeinflussen

(djd). Frauen ab 50 sind heute meist aktiver und gesundheitsbewusster als die Generation ihrer Mütter. Sie wollen so lange wie möglich fit bleiben und altersbedingten Erkrankungen vorbeugen. In jüngeren Jahren haben die weiblichen Sexualhormone einen schützenden Effekt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So verbessern und beschleunigen Östrogene beispielsweise die Aufnahme von Cholesterin aus dem Blut in die Zellen. In der Folge sinkt der Cholesterinspiegel im Blut. Hohe Cholesterinwerte sind ein Risikofaktor für Gefäßablagerungen und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Schutzeffekt geht verloren

Wenn in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt, geht dieser schützende Effekt nach und nach verloren. Dies ist mit einer der Gründe, weshalb Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen ab etwa 60 Jahren häufiger auftreten. Daher ist es wichtig, rechtzeitig gezielt etwas für die Herzgesundheit zu tun. Mehr Infos dazu gibt es unter www.hormontherapie-wechseljahre.de. Dazu gehört es beispielsweise, auf das Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum zu verzichten, Stress abzubauen und sich regelmäßig zu bewegen. Wenn Frauen außerdem unter Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen leiden, sollten sie sich an ihren Gynäkologen wenden. Er kann gegebenenfalls eine Hormonersatztherapie (HRT) einleiten. Diese kann nicht nur die Beschwerden lindern, sondern auch die Gefäßgesundheit positiv beeinflussen. Wie eine US-Studie an 4.200 Frauen ergab, kam es unter einer HRT zu deutlich weniger Kalkablagerungen in den Gefäßen. Frauenärzte empfehlen dabei die Anwendung von Östradiol transdermal über die Haut, etwa mit Gynokadin Dosiergel, weil dadurch die Leber weniger belastet wird. In Kombination dazu hat sich natürliches Progesteron wie in Utrogest, das dem Schutz vor Gebärmutterschleimhaut-Wucherungen dient, als besonders risikoarm erwiesen.

Der Energiebedarf sinkt

Als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt Übergewicht. Gerade in den Wechseljahren nehmen viele Frauen zu, was auch am weiblichen Selbstwertgefühl kratzt. Das liegt daran, dass in diesem Alter der Grundumsatz sinkt und deshalb deutlich weniger Energie über die Nahrung zugeführt werden sollte. Eine ausgewogene, kalorienreduzierte Kost ist daher ratsam. Zudem kann über Sport und viel Bewegung im Alltag der Energieumsatz des Körpers gesteigert und die Figur bestmöglich erhalten werden.

(djd). Herzgesunder Lebensstil

  • Vorsorgeuntersuchungen: Regelmäßige Check-ups decken Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinspiegel frühzeitig auf.
  • Genussgifte meiden: Nikotin und erhöhter Alkoholkonsum schädigen die Gefäße.
  • Wechseljahre ernst nehmen: Bei Beschwerden zum Frauenarzt gehen, um sich über eine Behandlung beraten zu lassen, die auch gefäßschützend wirken kann. Mehr Infos dazu gibt es unter www.hormontherapie-wechseljahre.de.
  • Stress reduzieren: Ständige Überlastung kann Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen. Genug Schlaf, Ruhe und Entspannungstechniken schaffen Ausgleich.
  • Gesund ernähren: Viel Obst, Gemüse, Fisch, hochwertige Pflanzenfette, wenig Fleisch und Fertigprodukte sowie viel Flüssigkeit.
  • Bewegung: Wenigstens eine halbe Stunde täglich sollte man aktiv werden.

Bildergalerie:


Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
Regelmäßige Bewegung, eine bewusste Ernährung und ausgeglichene Hormonspiegel tragen viel zur Frauengesundheit bei.
Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

— Bildunterschrift für Bild 2 —
In und nach den Wechseljahren gehen die schützenden Effekte von Östrogen nach und nach verloren.
Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty