Wenn Beziehungen krank machen

Die therapeutische Gemeinschaft schenkt Kraft zur Genesung

Die therapeutische Gemeinschaft schenkt Kraft zur Genesung

(djd). „Lebe ich in einer harmonischen Beziehung mit meinem Partner?“ Diese Frage stellen sich wohl viele Menschen. Eine funktionierende Partnerschaft muss nicht immer „rosarot“ sein. Auch Unstimmigkeiten und Diskussionen gehören dazu. Konflikte sollten jedoch auf Augenhöhe gelöst werden. Stattdessen sind Auseinandersetzungen häufig von persönlichen Verletzungen und Machtspielen geprägt. Manche fühlen sich dabei ständig in der Rolle des Opfers, andere schaffen es nicht, aus ihrem destruktiven Verhaltensmuster auszubrechen.

Beziehungsstress schadet dem Körper

Auf Dauer machen solche sogenannten dysfunktionalen Beziehungen krank – zu den Reaktionen des Körpers zählen unter anderem Magen-Darm-Problematiken und Rückenschmerzen. Aber auch psychische Erkrankungen, wie Depressionen und Suchtverhalten können in Folge auftreten. Dr. Michael Tischinger, Chefarzt der Adula Klinik in Oberstdorf, erläutert den medizinischen Hintergrund: „Unsere Gefühle werden in bestimmten Bereichen im Groß- und Zwischenhirn verarbeitet. Stress beispielsweise kann dieses sogenannte limbische System in Alarmbereitschaft versetzen. In Folge schüttet der Körper Stresshormone aus, die weitere Reaktionen in Gang setzen.“

Hilfe in der Gemeinschaft finden

Um den Teufelskreis zu durchbrechen und einen Weg aus der psychischen Erkrankung zu finden, setzt man in den Dr. Reisach Kliniken bei Oberstaufen und Oberstdorf etwa auf eine „gesunde“ Beziehungsgestaltung. Betroffene haben so eine gute Chance, auch wieder zu gesunden. Neben den gängigen Therapieangeboten können Patienten dort die Besonderheit einer therapeutischen Lehr- und Lerngemeinschaft in Anspruch nehmen. Nähere Informationen gibt es unter www.dr-reisach-kliniken.de. Dazu werden Gemeinschaften gebildet, deren Mitglieder in einen intensiven, emotional offenen Austausch treten. Ziel ist es, die Bedingungen einer gewaltfreien Kommunikation zu üben. Die Patienten lernen, Schwieriges miteinander zu klären und sich gegenseitig ernst zu nehmen. In dieser ehrlichen und aufrichtigen Atmosphäre können die eigenen Bedürfnisse wahrgenommen werden. Dadurch bekommen die zentralen Beziehungskonflikte eine Chance, sich innerhalb kürzester Zeit in der Gemeinschaft zu zeigen und werden damit im „Hier und Jetzt“ bearbeitet. „Die therapeutische Gemeinschaft wirkt dabei wie ein Katalysator und gibt die Kraft, den gemeinsamen Genesungsweg zu beschreiten, auch als Kontrapunkt zu unserer digitalisierten Welt“, so Dr. Ilse Manuela Völk, Chefärztin der Hochgrat Klinik in Stiefenhofen bei Oberstaufen.

Vorbereitung zur Klinik-Aufnahme

(djd). Für eine Aufnahme in der Adula Klinik in Oberstdorf oder der Hochgrat Klinik, Stiefenhofen bei Oberstaufen benötigt man:

– die Kostenzusage der Krankenkasse bzw. des Rentenversicherungsträgers und/oder die Verordnung von Krankenhausbehandlung durch einen Facharzt

– einen selbstverfassten Bericht, der die Problematik beschreibt und die Zielsetzung für den Klinikaufenthalt formuliert

– einen tabellarischen Lebenslauf

– einen Bericht des behandelnden Arztes oder Therapeuten

– ein Ruhe-EKG nicht älter als sechs Monate (bei vorbestehender Herzerkrankung oder Alter über 50 Jahre.

Alle wesentlichen Punkte sind auf einem Merkblatt zusammengefasst, das man sich unter www.dr-reisach-kliniken.de in der Rubrik „Aufnahme“ herunterladen kann.

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Bildquellen und Urheberrechte:

— Bildunterschrift für Bild 1 —
In der therapeutischen Gemeinschaft lernt man den achtsamen Umgang miteinander.
Foto: djd/Dr. Reisach Kliniken/Kai Loges + Andreas Langen

— Bildunterschrift für Bild 2 —
Offenheit, Empathie und die Gemeinschaft mit anderen wird in den Dr. Reisach Kliniken groß geschrieben.
Foto: djd/Dr. Reisach Kliniken/die arge lola, kai loges + andreas langen

— Bildunterschrift für Bild 3 —
Durch ein wertschätzendes Miteinander können Patienten heilende Beziehungserfahrungen machen.
Foto: djd/Dr. Reisach Kliniken/Kai Loges + Andreas Langen

— Bildunterschrift für Bild 4 —
Das Mitgefühl des Therapeuten ist in den Kliniken eine grundlegende Voraussetzung im Umgang mit den Patienten.
Foto: djd/Dr. Reisach Kliniken/Kai Loges + Andreas Lange