Wer Rastet, der Rostet!


WER RASTET, DER ROSTET!

Meist bezieht sich das Sprichwort auf körperliche Bewegung, es trifft aber auf die Gesundheit Ihrer Ohren zu. Ausreichend Bewegung trainiert unseren Körper, richtiges Hören trainiert vor allem unser Gehirn und ist deshalb besonders wichtig. Dabei helfen Ihnen Prävention und individuelle Hilfsmittel von einem Hörakustiker.

In der Kölner Südstadt befindet sich die vom Hörakustiker Hans Hausmann betriebene Hörlounge. Hier erhalten Sie einen dauerhaft verlässlichen und guten Service rund um Ihr Ohr, denn gut gehört – gehört dazu! Der Gesundheitsbote NRW ist mit Herrn Hausmann im Gespräch zum Thema, was es so wichtigmacht, frühzeitig zu einem Hörakustiker zu gehen.

Herr Hausmann, warum sollte einen Gang zum Hörakustiker so normal sein, wie einen Gang zu einem Optiker?

Sicher wird schlechtes Sehen eher wahrgenommen als schlechtes Hören. Dennoch sollte man gut darauf achten, wie gut oder schlecht man hört. Lässt das Gehör nach, wirkt es sich nicht nur auf das Gehirn, sondern auch auf das gemeinschaftliche Leben aus. Oftmals merken es die Betroffenen selbst nicht, das ihr geringeres Hörvermögen zu Missverständnissen führt. Die Folge ist, die Menschen werden misstrauischer und vereinsamen. Die Betroffen grenzen sich sozial aus, weil sie das Gefühl haben, andere reden schlecht über sie, wenn sie die Gespräche nur noch als Getuschel wahrnehmen. Ernstzunehmende Folgeerkrankungen können auch Depressionen oder Demenz sein. Wenn weniger Informationen an das Gehirn kommen, wird es träge. Mit einem Hörgerät erhält das Gehirn wieder eine Vielzahl von Informationen, die es verarbeiten muss und kann so nicht träge werden.

Vor einem Hörtest besteht oft noch eine große Hemmschwelle, was erwartet die Menschen dabei?

Der Test ist vergleichbar mit dem Sehtest beim Optiker. Es werden Werte ermittelt, die besagen, ob ich gut höre, normal höre oder bereits eine Einschränkung vorliegt. Dann verweisen wir an den Facharzt, der mit dem Kunden bespricht, wie die weitere Behandlung erfolgen soll. Es können auch Ursachen vorliegen, die medikamentös oder operativ behandelt werden müssen. Der Besuch beim Arzt ist nur erforderlich, wenn wir ein Ergebnis bekommen, das eine Einschränkung sichtbar macht. Der Arzt entscheidet ob die Einschränkung mit der Prothese behandelbar ist.

Dem Hörgerät haftet leider noch immer das Stigmata an, dass es die letzte Prothese vor dem Tod ist. Die Vorteile eines Hörgerätes auch in Bezug darauf, dass es die Vitalität meines Gehirns erhält, dass ich mich wieder mehr in die hörende Welt integrieren kann, werden leider oft übersehen.

Der kostenlose Hörtest selbst besteht aus zwei Teilen. Wir schauen ins Ohr, ob der Gehörgang frei ist. Sehen wir das Trommelfell, können wir den eigentlichen Test machen. Dabei muss im Ergebnis gar nicht die Notwendigkeit eines Hörgerätes herauskommen. Es kann auch einfach nur ein Verschluss des Gehörganges sein.

Prävention ist wichtig! Neben den Hörgeräten bieten Sie auch andere Produkte an, z. B. speziell Produkte zum Gehörschutz!

Es gibt verschieden Standartprodukte, die eine Steigerung des einfache Gehörschutzes, den man aus der Drogerie kennt, ist. Auch dieser Gehörschutz verschließt den Gehörgang komplett, unterscheidet sich aber im Material und Filterfähigkeit. Je nachdem, was man möchte, ob z.B. Schwimmen oder auf ein Konzert gehen, sind diese Kriterien entscheidend.

Gerade wenn man auf einem Musikkonzert ist, möchte man keinen verfälschten Klangeindruck haben. Entscheidet man sich für einen professionellen Gehörschutz, wird nach Abformung des Ohres ein individueller Gehörschutz mit passendem Filter gebaut. Filtern lässt sich nur die Lautstärke.

Ein Standartfilter hat einen Dämmwert von max. 25 DB bei den dunklen Tönen und 37 DB bei den helleren Tönen. Das führt dazu, dass man die Melodien nicht mehr richtig heraushören kann.

In der Premiumklasse dagegen haben die Filter einen Dämmwert von bis zu 25 DB. Die dunklen Töne werden im maximalen Teil ausgenutzt. Mit dem Filterelement dämmen wir nur die helleren Töne, auch bis auf die 25 DB runter, sodass man dadurch ein gleichmäßiges klares Klanggefühl hat.

Wenn man sich für einen Gehörschutz entscheidet, ist wichtig wo man ihn einsetzen möchte und welcher Filter hier Sinn macht. Gerade im Arbeitsbereich müssen manche Berufsgruppen den stärksten Filter wählen, weil der Lärmpegel sehr groß ist.

Sie betreiben Ihr eigenes Unternehmen. Wo liegt der Vorteil für den Kunden bei einem Inhabergeführten Geschäft?

Man ist keinem Unternehmen angeschlossen und verpflichtet nur bestimmte Produkte zu führen. Ich bin dem Einkaufsverband Meditrend angeschlossen, so habe ich bei allen Herstellern sehr gute Konditionen. Ich kann für meinen Kunden das Produkt bestellen, von dem ich denke, dass es das Beste für ihn ist. Ein Hörgerät ist so individuell, wie der Mensch an sich. Es muss zum Menschen passen und sein Naturell unterstützen. Dazu bin ich einer der wenigen Hörakustiker bundesweit, die selbst Ohrpassformen fertigen. Mit dem 3DScanner digitalisiere ich die Abformung Ihres Ohres und achte so darauf, dass es eine optimale Passform erhält. Denn ein ganz wichtiger Punkt in der Hörgeräteanpassung ist die Eingewöhnung an das Hörgerät. Der Kunde soll von morgens bis abends immer gleich hören, ohne einen Finger am Ohr zu haben. Das Gehirn kann so besser lernen mit den wiedergewonnenen Höreindrücken umzugehen, als wenn das Schirmchen rausrutscht und der Kunde es immer wieder reinschieben muss. Das verändert ständig die Klangeindrücke.

Gibt es eine Nachsorge, nach dem Erhalt eines Hörgerätes?

Ich berate die Kunden auch in der Pflege und Reinigung ihres Hörgerätes. Es gibt unterschiedliche Reinigungs- und Trocknungsmöglichkeiten, z. B. mit Tablette und Becher oder Ultraschallbecken und Trocknungsboxen. Die Kunden können natürlich auch zu mir in den Laden kommen und ich reinige ihnen das Gerät kostenlos. Viele ältere Menschen haben eine Scheu davor es zu reinigen, aus Angst es kaputt zu machen.
Zu Eingewöhnung an das neue Hörgerät gehört auch die Anpassungen der Lautstärke. Dieses darf ausschließlich durch den Hörakustiker vorgenommen werden, um zu verhindern, dass durch ein zu lautes Einstellen, das Ohr noch weiter geschädigt wird. Dafür ist Zeit und Geduld notwendig. Der Kunde muss das Gerät tragen und Erfahrungen sammeln. Hierbei benötigt der Hörakustiker viel Empathie, um abzuwägen, welche Einstellungen für den Kunden am angenehmsten sind, um optimal versorgt zu sein.


DIE HÖRLOUNGE
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